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Energie aus dem Erdinneren

Oberflächennahe, mittlere oder tiefe Geothermie

In oberflächennahen Tiefen (50 bis 300 Meter) haben die Steine in der Erde das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von 12° bis 20° C. Das Installieren geothermischer Sonden oder das Pumpen von Wasser in unterirdische Grundwassersysteme, bedeuten – zusammen mit Wärmepumpen – ein erhebliches Potenzial zur Erzeugung von Heizenergie.
Bei mittleren Tiefen (ab ca. 300 bis 3000 Meter), beträgt die Temperatur unter der Erdoberlfäche zwischen 20° und 100° C. Wasser, das in diesen geologischen Schichten oder Verwerfungslinien zirkuliert, kann hochgepumpt und direkt in thermischen Anlagen verwendet werden – zum Beheizen von Häusern und Gebäuden in Städten oder von Gewächshäusern.
Andere Einlagerungen, die man in wesentlich tieferen Gesteinsschichten (zwischen 3000 und 6000 Metern) findet, können Temperaturen von fast 200° C aufweisen. Diese Energie kann man, wenn sie „abgebaut“ wird, zur Wärme- und Stromerzeugung nutzen. Das Heizen mithilfe von Tiefengeothermie stellt ein enormes Energiepotenzial dar, allerdings erfordert es auch erhebliche Investitionen, da dieser Sektor noch entwickelt und das Wissen über die „Schätze“ unter der Erdoberlfäche noch vertieft werden muss.

Die Vorteile


Innovative Projekte

Wir von SIG unterstützen die Nutzung von Erdwärme, indem wir unseren Kunden besondere Stromtarife für Wärmepumpen einräumen. Aber auch indem wir innovative Geothermie-Projekte im ganzen Kanton initiieren und leiten.
Im Jahr 2011 wurde der Laurana Parc in Thônex eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden, die inzwischen weitgehend über eine oberflächennahe geothermische Quelle (ca. 300 Meter) beheizt wird. Und weitere Anlagen dieser Art könnten schon bald folgen.
Viele Privathäuser können ebanfalls auf diese Art beheizt werden. Dabei nutzen Hausbesitzer Wärmepumpen, mit deren Hilfe sie die Grundtemperatur (alternativ: Bodentemperatur) optimieren und in das (Nah)Wärmenetz ihres Eigenheimes einspeisen können.

Eine Technologie mit Entwicklungspotenzial (Eine Technologie im Ausbau)

Im Bereich der mittleren bis tiefen Geothermie entwickelt SIG, in Zusammenarbeit mit dem Genfer Staatsrat, ein Forschungsprojekt zur Erschliessung von Erdwärme. So kann sich SIG die nötigen Fertigkeiten aneignen, um diese Technologie in der Genfer Region weiterzuentwickeln.

Kühlung mit Seewasser

Das thermische Projekt „Genève Lac Nations“ (GLN), das verschiedene Unternehmen im Bezirk Sécheron mit Heiz- und Kühlenergie versorgt, hat die oberflächennahe Geothermie regelrecht populär gemacht.
Die Energiestrategie hinter dem GLN-Projekt sieht vor, das Seewasser direkt zur Kühlung von Gewerbekomplexen zu nutzen, indem sie an ein Rohrleitungsnetz zum Transport und zur Verteilung des Wassers aus der Tiefe angeschlossen werden. Dieses System ermöglicht die Installation von Hochleistungs-Wärmepumpen in neuen Gebäuden, mit denen diese beheizt werden können.
Diese Technik eignet sich besonders für Kühlsysteme und wird in vielen neuen Bauprojekten, wie dem GéniLac, zum Tragen kommen. Dabei ist der Genfer See ein ideales Reservoir für die oberflächennahe Geothermie.

Wichtige Fakten